Mit der MRT ( Magnetresonanztomografie) oder auf englisch  MRI ( Magnetic resonance imaging) werden mit starken Magentfeldern ( bis 3 Tesla) und Radiowellen Schnittbilder der verschiedenen Körperregionen erzeugt. Dabei wird der unterschiedliche Wassergehalt im Körpergewebe ( Wasserstooffprotonen) für die Bilderzeugung genutzt.

 

In unserem Institut arbeiten wir mit einem 3 Tesla MRT-Gerät der Firma Siemens Magnetom Skyra mit einer besonders großen Röhrenöffnung von 70 cm.

Mit der MRT kann praktisch jede Körperregion untersucht werden.

Häufige Anwendungen sind die Untersuchung der Gelenke (z.B: Knie- Hüft- oder Schultergelenk) oder  die Untersuchung des Gehirns oder der Wirbelsäule.

 

 

 

MRT: Termin und Vorbereitung

 

Für diese Untersuchung ist eine Terminvergabe erforderlich. Bitte erscheinen Sie schon 15 Minuten vor dem vereinbarten Termin und nehmen Sie zur Untersuchung den Überweisungsschein mit der Chefarztgenehmigung mit.

 

Bei speziellen Fragestellungen oder Befunden kann eine zusätzliche Kontrastmittelgabe erforderlich sein, darüber werden Sie bei der Terminvergabe informiert. In einem solchen Fall bleiben Sie bitte bereits 3 Stunden vor der Untersuchung nüchtern.

 

Das neue MRT-Gerät Magnetom SKYRA verfügt über eine besonders große Röhrenöffnung von 70 cm. Dadurch können auch die meisten Patienten mit Platzangst auch ohne Beruhigungsmittel gut untersucht werden.

 

Weitere Informationen zu den MRT-Untersuchungen finden Sie in der Orientierungshilfe Radiologie, welche online unter dem Link http://orientierungshilfe.vbdo.at/ abrufbar ist.

 

 

 

MRT: Ablauf

 

 

Während der Untersuchung ist es sehr wichtig, dass Sie so ruhig wie möglich liegen bleiben, sonst kann es – ähnlich wie in der Fotografie – zu Bewegungsunschärfen in der Bildaufnahme kommen.

Bei bestimmten Untersuchungen kann es auch erforderlich sein, für kurze Zeit die Luft anzuhalten. Über eine Sprechanlage stehen Sie immer in Verbindung mit unserer Radiologietechnologin.

 

Bei speziellen Fragestellungen oder Befunden kann eine zusätzliche Kontrastmittelgabe erforderlich sein. In einem solchen Fall bleiben Sie bitte bereits 3 Stunden vor der Untersuchung nüchtern. Das Kontrastmittel (Gadoliniumverbindung) wird bei Bedarf in eine Armvene gespritzt und weist eine sehr gute Verträglichkeit auf. Reaktionen auf das Kontrastmittel kommen ausgesprochen selten vor.

 

Unser MRT – Gerät Magnetom SKYRA verfügt über eine besonders große Röhrenöffnung von 70 cm Durchmesser. Dadurch können auch Patienten mit Platzangst gut untersucht werden.

 

Bei diesem Untersuchungsverfahren werden keine Röntgenstrahlen eingesetzt. Schädliche Nebenwirkungen durch die Kernspintomografie auf das Körpergewebe sind bisher nicht bekannt.

 

Die Arbeitsweise des Gerätes ist mit großen Lautstärken verbunden, daher erhalten Sie für die Untersuchung einen Gehörschutz.

 

Sollten Sie unter Platzangst leiden teilen Sie uns dies einfach mit. Bei Bedarf kann durch den anwesenden Arzt ein Beruhigungsmittel verabreicht werden.

 

Die Untersuchung selbst dauert in der Regel ca. 10 bis 20 Minuten.

 

 

 

MRT: Spezielle MRT-  Untersuchungen

 

MRT: Mammografie

Die MR Mammografie ist ein besonders sensitives Untersuchungsverfahren der weiblichen Brust.

Es wird zur Abklärung nicht eindeutiger Befunde aus der Mammografie oder Sonografie eingesetzt.

Ein weiteres Untersuchungsgebiert stellen Brustimplantate dar. Dabei können sowohl das Implantat als auch das natürliche Brustgewebe beurteilt werden.

 

Die Untersuchung dauert in der Regel 15 bis 20 Minuten. Eine Kontrastmittelgabe ist notwendig.

 

 

MRT: Angiografie

Das Kontrastmittel wird über eine Armvene in den Körper injiziert um die Körpergefäße darzustellen.

 

Die Untersuchungsdauer beträgt ca. 15 Minuten.

Die wichtigsten Einsatzgebiete sind:

– MRT-Angiografie der Kopf- und Halsgefäße:
 z.B. Schlaganfallsdiagnostik, Aneurysmen (Gefäßaufweitungen)

 

– MRT-Angiografie der Aorta und Nierenarterien: z.B. Nachweis von Stenosen (Einengungen des Gefäßes) oder Aneurysmen (Aufweitungen der Gefäße)

 

– MRT-Angiografie der Becken- und Beingefäße:
z.B. bei Durchblutungsstörungen der Beine oder Bypasskontrollen

 

MRCP (MRT Cholangio-Pankreaticografie)

Die MRCP ist eine vollkommen schmerzfreie Untersuchung der Gallenwege und des Bauchspeicheldrüsenganges.

Mit dieser Untersuchung können Steine in den Gallengängen oder Einengungen der Gallenwege erkannt werden.

 

Eingesetzt wird diese Untersuchung meist in Ergänzung zum Ultraschall, bei Gelbsucht ( Ikterus ) oder Gallenkoliken, sowie Entzündungen der Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse.

 

 

MRT der Prostata:

 

Die MRT der Prostata hat sich zu einem wichtigen Baustein in der Prostatakarzinomvorsorge entwickelt. Dabei können verdächtige Herdbefunde sehr früh nachgewiesen werden und mit einem speziellen Computerprogramm für die Biopsie markiert werden.